Wir verwenden nur technisch notwendige Funktionen. Keine Tracking-Cookies. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Mehr zum Datenschutz
Zurück zu den Leitfäden

Unterschrift gefälscht: Was tun, und was können Betrüger damit anfangen?

Wenn Ihre Unterschrift gefälscht wurde, sollten Sie das Dokument sofort schriftlich anfechten, Beweise sichern und Anzeige wegen Urkundenfälschung erstatten. Eine gefälschte Unterschrift kann rechtlich weitreichende Folgen haben, deshalb zählt in den ersten Stunden vor allem schnelles und dokumentiertes Handeln.

Kurz erklärt: Das Nachahmen einer fremden Unterschrift auf einer echten Urkunde erfüllt in der Regel den Straftatbestand der Urkundenfälschung nach § 267 StGB. Das gilt unabhängig davon, ob ein finanzieller Schaden entstanden ist.

Was können Trickbetrüger mit meiner Unterschrift anfangen?

Eine kopierte oder abfotografierte Unterschrift ist für sich genommen selten der einzige Baustein eines Betrugs, aber sie kann in Kombination mit anderen Daten missbraucht werden.

Wichtig für die Einordnung: Eine einfache elektronische Signatur, wie sie mit unserem Unterschrift Generator erstellt wird, entsteht lokal im Browser, ohne dass Bilddaten dauerhaft auf einem Server gespeichert werden. Das Risiko entsteht in der Praxis meist dort, wo eine echte Unterschrift unbedacht als Foto verschickt oder auf öffentlich einsehbaren Dokumenten sichtbar bleibt.

Unterschrift wurde gefälscht: Sofortmaßnahmen in 5 Schritten

1
Dokument nicht anerkennen

Widersprechen Sie schriftlich und unverzüglich, sobald Sie von dem gefälschten Dokument erfahren.

2
Beweise sichern

Fotografieren oder scannen Sie das Dokument, notieren Sie Datum und Fundumstände.

3
Vergleichsunterschriften bereithalten

Mehrere echte, eigenhändige Unterschriften erleichtern später den fachlichen Vergleich.

4
Anzeige erstatten

Erstatten Sie bei der Polizei Anzeige wegen Verdachts auf Urkundenfälschung nach § 267 StGB.

5
Betroffene Stellen informieren

Bank, Vermieter, Arbeitgeber oder Vertragspartner sollten über die Fälschung informiert werden, bevor Zahlungen oder Handlungen darauf gestützt werden.

Welche Strafe droht bei einer gefälschten Unterschrift?

Wer eine fremde Unterschrift auf einer echten Urkunde nachahmt oder eine solche gefälschte Urkunde benutzt, macht sich nach § 267 StGB der Urkundenfälschung strafbar.

Fall Strafrahmen Rechtsgrundlage
Grundtatbestand: Unterschrift fälschen oder gefälschtes Dokument nutzen Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder Geldstrafe § 267 Abs. 1 StGB
Besonders schwerer Fall, z. B. hoher Schaden oder gewerbsmäßig Freiheitsstrafe 6 Monate bis 10 Jahre § 267 Abs. 3 StGB
Bandenmäßige, gewerbsmäßige Begehung Freiheitsstrafe 1 bis 10 Jahre § 267 Abs. 4 StGB

Nicht strafbar ist dagegen die sogenannte Namenstäuschung, etwa wenn jemand mit einem erkennbar erfundenen Namen unterschreibt und dabei niemand Bestimmten täuschen will.

Was tun, wenn das eigene Kind eine Unterschrift fälscht?

Kinder und Jugendliche, die etwa die Unterschrift der Eltern auf einem Zeugnis oder einer Entschuldigung nachahmen, handeln meist ohne Vorsatz zur Vermögensschädigung. Strafrechtlich sind Kinder unter 14 Jahren nach § 19 StGB ohnehin schuldunfähig. Trotzdem lohnt sich ein klärendes Gespräch, verbunden mit der Erklärung, warum eine Unterschrift rechtlich bindend ist und welche Konsequenzen eine Fälschung im späteren Berufsleben haben kann.

So schützen Sie Ihre Unterschrift vor Missbrauch


Häufige Fragen zu gefälschten Unterschriften

Sie können sie in gefälschte Verträge, Vollmachten oder Bestellungen einfügen. Eine einzelne Unterschrift reicht dafür selten aus, das Risiko steigt aber in Kombination mit weiteren persönlichen Daten.

Widersprechen Sie dem Dokument sofort schriftlich, sichern Sie Beweise und erstatten Sie Anzeige wegen Urkundenfälschung nach § 267 StGB bei der Polizei.

Im Grundfall drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, in besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe.

Nein, solange die Person selbst zustimmt und die Unterschrift von ihr stammt. Strafbar wird es erst, wenn jemand ohne Zustimmung die Unterschrift einer anderen Person nachahmt oder verwendet.


Fazit: Schnell handeln und Beweise sichern

Eine gefälschte Unterschrift ist kein Kavaliersdelikt, sondern in der Regel eine Straftat nach § 267 StGB. Wer betroffen ist, sollte das Dokument nicht kommentarlos hinnehmen, sondern zügig widersprechen, Beweise sichern und Anzeige erstatten. Für die eigene, echte digitale Signatur empfiehlt sich ein Tool, das keine Daten dauerhaft speichert. Mehr dazu, wie eine rechtssichere Unterschrift überhaupt aussehen sollte, erfahren Sie in unserem Leitfaden Wie muss eine Unterschrift aussehen?

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkretem Verdacht auf Urkundenfälschung wenden Sie sich an die Polizei oder einen Rechtsanwalt.

Sichere Unterschrift online erstellen

Quellen und weiterführende Links